Deutsch-Französischer Tag
27.01.2012 09:33
KARAMBOLAGE ...
oder wo prallen Deutschland und Frankreich aufeinander?
Das war die Frage, die die Schülerinnen und Schüler des Faches Französisch von ihren Lehrern gestellt bekommen haben anlässlich der Vorbereitung des Deutsch-Französischen Tages am 22. Januar. Wer die gleichnamige Sendung auf dem deutsch-französischen Sender ARTE kennt, weiß, dass es sich dabei um eine freundliche Art des Aufeinandertreffens von zwei Nachbarländern, zwei Sprachen und zwei Kulturen handelt.

Gleich zu Beginn des Schultages informierten Schüler aus dem Fach Französisch bei einer Durchsage alle Mitschüler über den Anlass des gemeinsamen Feierns: am 22. Januar 2012 jährte sich die Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsabkommens. Die schrecklichen Ereignisse des Kriegsgeschehens sollten in den Hintergrund treten, um den Beginn einer positiven, nachbarlichen Beziehung zu bilden. Heute, 49 Jahre später, können wir die Früchte davon ernten: eine konstruktive Kooperation zwischen Frankreich und Deutschland als stabile Partner in der Europäischen Union.
Am
24. Januar kamen schließlich die Schülerinnen und Schüler zu einer Feierstunde
in der Aula der Schule zusammen, um zu präsentieren, was sie herausgefunden
hatten. Hätten Sie geahnt, dass es kein französisches Wort für Schultüte gibt?
Ganz einfach deshalb, weil die französischen Kinder keine bekommen – und
anschaulich wurde diese Tatsache durch Schülerinnen der Klasse 6 b in einem deutsch-französischen
Dialog dargestellt. Sie fanden auch heraus, dass Kiri (ein bei deutschen Kindern
beliebter Streichkäse) offensichtlich mit dem französischen Äquivalent „La
vache qui rit“ (= „Die lachende Kuh“) verwandt sein muss, denn die letzten zwei
Wörter des französischen Namens werden genauso wie „Ki - ri“ ausgesprochen.
Weitere Objekte wurden von den Schülerinnen der 6. und 7. Klassen verglichen:
die Müslischale, aus der die Franzosen Kaffee trinken, die Torte und die
„Tarte“….
Wie
feiert man in den beiden Ländern? 
Diese Frage stellten sich die „Franzosen“ der Klasse 9c. Eines der wichtigen Feste ist die „Fête des rois“ am 6. Januar, bei dem ein Blätterteig-Kuchen mit Mandelcreme gegessen wird („La galette des rois“) – wer die Bohne in seinem Kuchenstück findet, ist der König für diesen Tag und wird mit einer Krone geschmückt. Und Diese Familien-Szene wurde auf der Bühne nachgespielt. Interessant war auch zu erfahren, dass das Fest „Chandeleur“ am 2. Februar eine ähnliche Bedeutung wie Maria Lichtmess in Deutschland hat. Allerdings verbinden die Franzosen auch eine kulinarische Tradition mit diesem Fest: Crêpes und Cidre. Auch die Nationalfeiertage beider Länder wurden von zwei Schülerinnen anschaulich dargestellt.
Ein Höhepunkt folgte dem anderen. Die Klassen 9ab bereitete den Zuschauern ebenfalls ein vergnügliches Panorama zum Thema „Käse und Wurst“. Helge Schneiders Lied vom Käsebrot untermalte die Käseverkostung; beim Quiz über die Wurst konnten die Schüler schließlich ihre Französischkenntnisse testen, und zum Schluss gab es einen tollen Zungenbrecher zum Thema Wurst – en français, bien sûr!

Nachdem die Klasse 10d die Bedeutung von Bundeskanzler Konrad Adenauer und Président Charles de Gaulle für die deutsch-französische Freundschaft und für das Europa von heute beleuchtet hatte, trat eine Schülerin der Q11 auf die Bühne, um den VW-Käfer (la Coccinelle) mit dem 2 CV (la Deudeuche) zu vergleichen. Ebenfalls eindrucksvoll präsentierte die Q 11 Karl Lagerfeld, das deutsche Aushängeschild der französischen Welt der Haute Couture.
Den gelungenen Abschluss der Zeitreise durch die deutsch-französische Freundschaft bildeten Schüler/innen der Q 12, als sie eine Szene aus der „fabelhaften Welt der Amelie Poulain“, in der es um Sprichwörter ging, theatralisch einmalig und amüsant darstellten – im gelungenen Wechsel zwischen den Sprachen. Zwei Schülerinnen der Q 12 führten mit ihrer Moderation durch diese Reise der kulturellen Begegnung.
Um den Tag noch feierlicher zu gestalten, wurde der Eingangsbereich der Schule vom Kreativ-Team unter der Leitung von Herrn Röhrig in „bleu-blanc-rouge“ dekoriert. Im Speisesaal wurde ein französisches Menü serviert und die teilnehmenden Schüler trugen die passenden Buttons, die von den Klassen 10 ab hergestellt worden waren.
Ein gelungenes Fest, an dem die Schülerinnen und Schüler des Faches Französisch ihre Talente und ihre erworbenen Kenntnisse zur Schau stellen konnten.

(Theresia Früchtl, Monika Plank, Jeannette Corente-Ruter, Gerlinde Pernul – Organisationsteam des Projekttages)
