P-Seminartag 2017

Zum Abschluss aller Projektseminare 2016/17 präsentierten die Schülerinnen und Schüler der Q12 am "unsinnigen Donnerstag" die Ergebnisse ihrer Arbeit im Aquarium. Zahlreiche Gäste bewunderten die Vielfalt der Themenstellungen, den Einsatz und die Kreativität der angehenden Abiturienten und ließen sich an den verschiedenen Projektständen die Arbeiten näher erläutern.

 

Biologie 2013 - Trockenstandorte in Regensburg

Die Schülerinnen und Schüler des Projekt-Seminars Biologie "Trockenstandorte" wurden von Herrn und Frau Wild durch die Anlagen des Kalksteinbruchs geführt. Neben der erstaunlichen Ausdehnung der Grube waren die großen Lastwagen (Beladung bis 70 t) besonders eindrucksvoll.

 

P-Seminar Trockenstandorte P-Seminar Trockenstandorte P-Seminar Trockenstandorte
P-Seminar Trockenstandorte Anschließend konnte der Frühjahrsaspekt im NSG Keilsteiner Hang begutachtet werden. P-Seminar Trockenstandorte

 

Biologie 2012 - Moorbeet im Schulhof

P-Seminar 2012 MoorbeetDie Vorüberlegungen

Unsere Schule liegt mitten im Stadtgebiet von Regensburg. Der Pausenhof ist sehr klein und die Möglichkeiten für einen Biogarten sind räumlich stark begrenzt. Trotzdem sollte eine Lösung gefunden werden für den Bau eines Moorbeets.

Das Ökosystem Moor lässt sich in vielfältiger Art und Weise in den Lehrplan Biologie von Natur und Technik in der Unterstufe bis zum Thema Ökologie in der Qualifikationsstufe einbauen. Auch finden sich Schnittpunkte zum Fach Geographie. Das Thema wurde vom Projektleiter gestellt und vom P-Seminar eigenständig realisiert.

Das Moorbeet sollte …

  • so klein sein, dass es in unsren Schulhof passt.
  • mehrere Jahre haltbar sein.
  • leicht zu pflegen und mit dem „richtigen“ Wasser  zu versorgen sein.
  • so angelegt sein, dass eine Schulklasse bequem während eines Unterrichtganges die Fläche be  sichtigen kann.
  • über Sponsoren zu finanzieren sein.

Die HindernisseP-Seminar 2013 Moorbeet

Schnell wurde klar, dass ein zunächst geplantes ca. 15 m langes Moorbeet, das von einer Gartenbaufirma angeboten wurde den finanziellen Rahmen des Projekts sprengen würde. Also musste eine Variante gefunden werden, die im Selbstbau realisierbar war. Die Entscheidung fiel auf ein Hochbeet in Holzausführung. Auch nahm die Gruppe Abstand davon ein Hochmoor zu bauen, da das benötigte kalkfreie Wasser nur über eine zu bauende Regenwasserzisterne zu bevorraten gewesen wäre (Kosten!). So wurde im Herbst 2012 mit dem Bau eines Kalkflachmoor-Hochbeets begonnen, das leicht mit dem Regensburger Leitungswasser zu bewässern ist. Als Vorbild sollte das NSG Sippenauer Moor nahe Saal an der Donau dienen. Das Naturschutzgebiet, das zum großen Teil im Besitz der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft von 1790 e. V. ist, stellt eines der nördlichsten Vorkommen dieses Moortyps in Bayern dar.

Die Bauphase

Die Materialien für das Hochbeet konnten alle im Baumarkt erstanden werden. Die Fläche für das Aufstellen des Beets wurde sorgfältig ausgewählt (Licht/Schatten/Laubfall der Bäume etc.) und mit der Schul- und Geschäftsleitung bei einer Projektbesprechung abgesprochen. Folgende Arbeiten waren jetzt von den Schülern zu erledigen (s. Abb. 3-8).

 

P-Seminar2012 Moorbeet P-Seminar2012 Moorbeet P-Seminar2012 Moorbeet
P-Seminar2012 Moorbeet P-Seminar2012 Moorbeet P-Seminar2012 Moorbeet

 

Das Bepflanzen der Fläche  P-Seminar2012 Moorbeet

Kalkflachmoore haben eine ganz spezialisierte Flora, die an die Bedingungen in diesem Moortyp genau angepasst sind: Dauerfeuchte, hoher Kalkgehalt im Wasser, torfiger nährstoffarmer Boden. Die Fläche ist klein, so dass wir eine Auswahl treffen mussten. Wir entschieden uns für: Mehlprimel (Primula farinosa), Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica), Lungenenzian (Gentiana pneumonanthe), Wollgras (Eriophorum latifolium), Sumpf-Stendelwurz (Epipactis palustris), Sonnentau (Drosera intermedia) sowie div. Moose aus dem Moorbeet von Dr. Dürhammer.

Die Beschaffung der Pflanzen sollte genau überdacht werden. Im Moor sollten keine „Gartenhybriden“ eingebracht werden, sondern autochthones Pflanzenmaterial (Wildpflanzen deren Herkunft aus Bayern stammt). Da die meisten Arten geschützt sind, konnte man sie nicht einfach irgendwo ausgraben! Es musste ein Spezialist für die Beschaffung dieser Organismen gefunden werden. Das Seminar wurde fündig. Der Moor- und Pflanzenspezialisten Dipl.-Biol. K. Horn (DerAndereGarten, Dormitz) konnte die Gewächse beschaffen. Er half dem Seminar auch bei der fachgerechten Ausbringung der Arten.

 

Ehrung für die Arbeit durch Umweltminister Dr. Marcel HuberP-Seminar2012 Moorbeet

 

Das Projekt nahm am Schulgartenwettbewerb 2013 teil. Die Darstellung des Projekts und die Überlegungen zur Realisierung überzeugten die Jury, so dass die Gruppe am 09.07.2013 in Nürnberg eine Urkunde entgegennehmen konnte, die durch den Bayerischen Umweltminister Herrn Dr. Marcel Huber übergeben wurde. Eine große Ehre für unseren Schüler Johannes Bleicher, der die Ehrung stellvertretend für das Seminar in Nürnberg erhielt.

Die Zukunft des Moors

Die Schüler sind bei der Abiturfeier „entlassen“ worden, das Moor ist geblieben. Wer kümmert sich darum? Macht es viel Arbeit? Wird es überleben?

Das Hochbeet wurde so konzipiert, dass es sehr viel Wasser aufnehmen kann. Die Wasserspeicher müssen im Sommer ca. alle 4 Wochen aufgefüllt werden. Die aufkommenden Fremdpflanzen (Sämlinge etc.) werden 3x im Jahr durch Dr. Dürhammer entfernt. Im Herbst wird die Fläche stark zurückgeschnitten, so dass die konkurrenzschwachen Arten im nächsten Jahr wieder freie Torfflächen vorfinden.

 

Die Fläche entwickelt sich seither sehr gut. Erste Pflanzen kamen schon zur Blüte: Moosbeere, Mehl-Primel, Sibirische Schwertlilie und sogar die Sumpf-Stendelwurz (s. Abb. 1).

 

Dank unseren Sponsoren:

Schulen Pindl, Pindl-Freunde, Thurn&Taxis, Renoarde, Haubensack, Meindl, DerAndereGarten

 

O. Dürhammer

Kunst 2012 - Umbruch, Abbruch, Aufbruch-Sanierungsgebiet Obermünsterviertel

Ein Regensburger Stadtteil wird umgestaltet

 

Unter dem Motto „Stadt verstehen – Stadt interpretieren“ setzten sich vierzehn Schülerinnen und Schüler der Oberstufe unseres Gymnasiums mit der Stadtentwicklung im Regensburger Obermünsterviertel auseinander. Im Rahmen ihres P-Seminars und als denkmal-aktiv Projekt von der Deutschen Stiftung Denkmalpflege gefördert, entdeckten die Jugendlichen die spezifischen Gegebenheiten des Quartiers.

Häuser, Fassaden, Straßenzüge, Gassen, Plätze, Kinos, Läden, Kneipen, Diskos, Hinterhöfe und vieles mehr! Was macht dieses historische Stadtviertel der Regensburger Innenstadt liebenswert, wo befinden sich spannende Ecken, wie sehen individuelle Lieblingsplätze aus und was ist (manchmal) richtig nervig? Wie funktioniert eigentlich eine Stadt und wer ist verantwortlich für Straßenplanungen, Denkmalschutz, Grünflächen, Spielplätze oder die nächtliche Beleuchtung?

In Kleingruppen untersuchten die Schülerinnen und Schüler des P-Seminars daher das Obermünsterviertel hinsichtlich seiner räumlichen und baulichen Qualitäten und Nutzungen. Sie stellten Mängel und Nutzungskonflikte fest, nahmen den Zustand von Gebäuden wahr und erkannten gleichzeitig Werte und Entwicklungspotenziale des historischen Stadtviertels.

Dabei entstand das Bedürfnis, manche Orte gemütlicher, angenehmer oder lebendiger zu gestalten und auch zu hinterfragen, wem der öffentliche Raum gehört. Die Jugendlichen wollten deshalb bestehende Zusammenhänge durch subtile Raumeingriffe verändern und dabei zusehen, wie Bewohner und Passanten reagieren. Ihr Ziel war es, mit ihren Aktionen den täglichen Trott zu durchbrechen, sie wollten irritieren und überraschen, um so die Aufmerksamkeit zu fokussieren; sie wollten ihre Mitbürger zum Nachdenken und zum Diskutieren anregen und schließlich zum aktiven Mitgestalten bewegen.files/regensburg_gymnasium/05-Schueler/03-P-Seminare/Rallye-Deckblatt.png

Unter Gesichtspunkten wie „Was passiert, wenn wir mal nach oben gucken?“ oder „Wie klingt das Obermünsterviertel?“ beziehungsweise „Welche Orte laden zum Sitzen und Verweilen ein? Welche nicht?“ erprobten die Schülerinnen und Schüler neuartige Konzepte und Methoden der städtebaulichen Analyse und Interpretation in einem historischen und denkmalgeschützten Ambiente.

 So entwickelte beispielsweise eine fünfköpfige Gruppe eine Fassadenrallye für Schulklassen der Unterstufe, aber auch für Familien oder Kindergruppen, die einen Perspektivenwechsel ermöglicht und viele interessante und neuartige Entdeckungen und Einblicke im Viertel bietet.

Eine weitere Gruppe untersuchte die klangliche Vielfalt des Quartiers, erstellte „Soundscapes“ an ausgewählten Plätzen und produzierte daraus eine „Klangcollage Obermünsterviertel“, die Interessierte wohl künftig im Quartiersbüro anhören können. Im Rahmen einer klanglichen Intervention wurden Passanten an ausgewählten Orten des Viertels durch ungewöhnliche und absurde Klänge überrascht und irritiert. Sie sollten den Ort dadurch bewusster wahrnehmen, ihn mit „neuen“ Augen und Ohren sehen und hören.

Was wäre, wenn die vielen Werbebotschaften in der Obermünsterstraße verschwinden würden? Was wäre, wenn statt der vielen Autos jugendliche Skater das Straßenbild im Viertel bestimmen würden? Was wäre, wenn man seine Stadt freier mitgestalten könnte?

Unter dem Aspekt der Raum(um)nutzung „besetzten“ Schülerinnen und Schüler einer weiteren Kleingruppe temporär Straßen und Plätze im Gebiet und hielten ihre Beobachtungen zu den Funktionen und ihre Wahrnehmungen zur Aufenthaltsqualität dieser Orte mit der Videokamera fest.

Unser Fazit:

Die zukünftige Qualität unserer gebauten Umwelt, der Städte und Dörfer mit ihren Gebäuden, Straßen und Anlagen wird vor allem durch jene bestimmt, die heute noch jung sind.

Daher war es uns in der gemeinsamen Leitung und Betreuung des P-Seminars ein zentrales Anliegen, den Schülerinnen und Schülern ihre gebaute Umwelt bewusster zu machen. Nur indem sie ihre Stadt lesen lernen, können sie ihre passive Beobachterrolle verlassen und sich engagiert an der gemeinsamen Stadtgestaltung beteiligen.

 

Ingrid Westerboer (betreuende Lehrerin) und Silke Bausenwein, Architektur vor Ort (betreuende Architektin)

Deutsch 2012 "Von der Recherche zum fertigen Buch"

 

 

files/regensburg_gymnasium/05-Schueler/03-P-Seminare/Caged-Regensburg2015.pngBald ist es nun soweit. Unser Buch, das wir seit Anfang letzen Schuljahres geschrieben haben, wird veröffentlicht.

Erzählt wird die Geschichte einer Epidemie in einer modernen Großstadt, die sich innerhalb ihrer alten Mauern und Gassen Schritt für Schritt in eine anarchische und hoffnungslose Zone mit unerträglichen Lebensbedingungen entwickelt.

Vom Rest der Welt künstlich abgeschnitten entsteht ein Szenario, das an mittelalterliche Pestzeiten in Regensburg erinnert. Mit historischen Bezügen durch einen Tagebuchfund entsteht eine zweite Erzählebene, die in den letzten Kriegsmonaten des 2. Weltkriegs spielt - und viel zu spät für alle Beteiligten das wirkliche Geschehen auflösen kann.

Am 28. November 2012 findet eine Lesung im Rahmen des „Regensburger Literaturbrettl“ im „Goldenen Fass“ statt. Des Weiteren  kann man das Buch zum ersten Mal beim Elternsprechtag am  5. Dezember kaufen. Eine große Präsentation findet am 28. Januar 2013 in der Staatlichen Bibliothek Regensburg statt. Für Interessierte liegen außerdem im Sekretariat Vorbestellformulare aus, mit denen man das Buch bis zum 30.November für vergünstigte 10€ bestellen kann.

Wir hatten sehr viel Spaß beim Schreiben und freuen uns darauf, das Buch endlich der Öffentlichkeit zu präsentieren.

 

Fachlich beraten werden wir dabei von unserem Schreibcoach Frau Kupfer (freiberufliche Schriftstellerin) und Herrn Höcketstaller (betreuende Lehrkraft).