Bayerischer Club zeichnet Esra Seiser aus

Bei der Preisverleihung im Maximilianeum erhielt die Abiturientin Esra Seiser (Privat-Gymnasium Pindl) den Preis des Bayerischen Clubs zur Förderung der bayerischen Kultur.

Türkischstämmige Mitbürger in Regensburg, so lautet der Titel der Seminararbeit von Esra Seiser. Im Rahmen des W-Seminars (Leitfach Geographie) beschäftigte sich die Schülerin des Privat-Gymnasiums Pindl mit der Migration und Integration türkischstämmiger Menschen in Regensburg und wurde für ihre herausragende Leistung vom Bayerischen Clubs zur Förderung der bayerischen Kultur mit dem mit 750 € dotierten Preis ausgezeichnet.

In ihrer schriftlichen Seminararbeit untersuchte die junge Regensburgerin die Migration und der Integration türkischstämmiger Mitbürger in Regensburg und verglich ihre Ergebnisse mit bundesweiten Aspekten. Während ihrer umfangreichen Recherche  befragte die Schülerin des Privat-Gymnasiums Pindl auch Vertreter türkischer Vereine zur Integration und Kultur ebenso wie Privatpersonen der unterschiedlichsten Altersgruppen zum Thema Migration und Integration und wertete eine Umfrage der Universität Regensburg aus dem Jahr 2013 aus. Esra Seiser lieferte somit einen wertvollen und facettenreichen Beitrag auf der Suche nach Lösungsstrategien in dieser so wichtigen und aktuellen Thematik und betonte in ihrem Nachwort die große Bedeutung von Toleranz und gegenseitigem Verständnis.

 

Preisverleihung Bei der Preisübergabe gratulierten der Präsident des Clubs, Prof. Albert Scharf, ebenso wie die Landtagspräsidentin Barbara Stamm, der Staatssekretär für Bildung, Georg Eisenreich und auch Prinz Wolfgang von Bayern und würdigten die beeindruckende Leistung und das hohe Niveau der Arbeiten. Neben Esra Seiser wurden weitere sechs Preisträger aus den jeweiligen Regierungsbezirken ausgezeichnet, sie beschäftigten sich mit spannenden Themen wie den Anpassungen an den Klimawandel entlang des bayerischen Donauraumes, dem Taufstein der Stadtkirche Bayreuth oder mit Matthäus Rieger, einem Buchhändler und Mäzen aus Seehausen am Staffelsee.

Die intensive Beschäftigung mit der Heimat, so Landtagspräsidentin Barbara Stamm, lehre sowohl Verwurzelung als auch Weltoffenheit, und fördere das Interesse an der Mitgestaltung. "Und das ist es, was wir in den heutigen Zeiten brauchen: Herzblut und Engagement für die Gemeinschaft. Das ist auch besonders wichtig für die künftigen Generationen.“, so die Landtagspräsidentin in ihrer Laudatio auf die Preisträger.

Staatssekretär Georg Eisenreich betonte in seiner Rede, dass die vielfältigen Themen der ausgezeichneten Seminararbeiten zeigten, dass sich die sieben Abiturientinnen und Abiturienten aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln mit der bayerischen Geschichte, Gegenwart und Kultur beschäftigt und dabei beeindruckende Ergebnisse erzielt hätten, was die hohe Qualität, mit der an bayerischen Gymnasien gearbeitet werde, belege.  Auch Prof. Dr. Albert Scharf stimmte dem Staatssekretär zu, indem er betonte: „Hier sieht man, was bayerische Schulen leisten.“

Bereits seit dem Jahr 2000 zeichnet der Bayerischen Clubs zur Förderung der bayerischen Kultur Abiturientinnen und Abiturienten für herausragende schriftliche Seminararbeiten, die sich aus der Perspektive des gesamten gymnasialen Fächerspektrums mit Themen zur bayerischen Geschichte, Gegenwart und Kultur befassen, aus. Die Dienststellen der Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Bayern unterbreiten einer Landesjury Vorschläge aus dem ganzen Freistaat. Diese Jury, der Vertreter des Kultusministeriums und des Bayerischen Clubs angehören, entscheidet über die Auszeichnung. Der Initiator des Preises, der im September verstorbene ehemaligen Vorsitzende des Bayerischen Clubs und Präsidenten der TU München, Prof. Dr.-Ing. Dr. Otto Meitinger, wurde im Grußwort des Staatssekretärs gewürdigt.