Berlinfahrt

Am 10.7. war es endlich soweit. Am frühen Mittwochmorgen machten sich die 10. Klassen in Begleitung von Frau Krusenotto, Frau Pauli, Frau Schmaußer, Herrn Müller, Herrn Lang und Herrn Heimerl zur lang ersehnten Fahrt nach Berlin auf. Nach dem Bezug der Zimmer und einer kurzen Eigewöhnungszeit stand als erste Aktivität eine Fahrt auf der Spree auf dem Programm. Im Anschluss daran durften die Schüler dann erstmal ein wenig die Stadt erkunden, ehe es wieder zurück ins Hostel ging. Am nächsten Tag begaben sich alle gemeinsam zunächst auf Spurensuche und folgten vom Mauerpark aus - wo sich ehemals der sogenannte Todesstreifen zwischen Ost und West befand - dem Verlauf der Berliner Mauer, wo sie nicht nur immer wieder Reste der Mauer inspizieren, sondern auch interessante Informationen zur Geschichte des Bauwerks einholen konnten. Nach einer kurzen Mittagspause begaben sich die Klassen schließlich in die Räumlichkeiten des deutschen Bundestags.

Bei bestem Wetter durften die Schüler auch die weltberühmte Glaskuppel des Gebäudes besichtigen und konnten von ganz oben den großartigen Ausblick über die Stadt genießen. Danach suchte man noch gemeinsam das Brandenburger Tor und das Holocaust-Mahnmal auf. Am Abend besuchten Schüler und Lehrer dann gemeinsam die Markthalle 9 in Kreuzberg, wo beim „Streetfood Thursday“ gemeinsames Schlemmen angesagt war. Krönender Abschluss eines ereignisreichen Tages war dann eine Dokumentation über die Geschichte des Reichstagsgebäudes unter freiem Himmel direkt am Spreeufer. Am Freitagvormittag wurde der Klasse 10b dann noch die besondere Ehre zuteil, als Gäste von Bundestagsmitglied Peter Aumer in das Paul-Löbe-Haus eingeladen zu sein. Dieser nahm sich im persönlichen Gespräch dann ausführlich Zeit alle Fragen der Schüler bezüglich Themen wie Klimawandel, Energiewende und seiner Arbeit in Berlin zu beantworten. Der Besuch des ehemaligen Stasigefängnisses in Hohenschönhausen am Nachmittag stellte dann sowohl für die Schüler als auch für die Lehrer einen ganz besonderen Abschluss der Ausfahrt dar. Die Führung durch das Gefängnis und die Ausführungen der Zeitzeugen waren gleichermaßen hochinteressant sowie schockierend und boten einen äußerst spannenden Einblick in einen weniger gut dokumentierten Abschnitt deutsch-deutscher Geschichte. Am Samstagvormittag ging es mit dem Zug schließlich wieder zurück nach Regensburg. Und bei einer Sache waren sich alle Beteiligten einig: Man hätte es durchaus noch gut zusammen etwas länger in Berlin aushalten können.

 

Nicolas Heimerl