Das Wichtigste war die Freiheit

„Das Wichtigste für mich war die Freiheit“! Das betonte unser Zeitzeuge, Herr Krauser, der die Kolleginnen und Kollegen sowie Schülerinnen und Schüler am Freitag durch die Ausstellung begleitete, immer wieder.

2019/2020 jähren sich die Friedliche Revolution, der Mauerfall und die Wiedervereinigung Deutschlands zum 30. Mal.

Aus diesem Anlass zeigte die Fachschaft Geschichte im Aquarium die Ausstellung „Von der Friedlichen Revolution zur deutschen Einheit“ der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer.

„Die Ausstellung zeichnet die umwälzenden Veränderungen zwischen 1989 und 1990 nach und macht ein wesentliches Thema der jüngeren deutschen Geschichte in Wort und Bild erfahrbar. Sie erinnert an den Protest gegen die Fälschung der DDR-Kommunalwahlen, an die Fluchtbewegung im Sommer und die Massenproteste im Herbst. Sie berichtet von der Selbstdemokratisierung der DDR, der deutsch-deutschen Solidarität und den außenpolitischen Weichenstellungen bis zur Wiedererlangung der Deutschen Einheit“, so die Ausstellungsmacher.

 

 

Die KollegInnen führten die Klassen und Kurse den ganzen Vormittag routiniert durch einen Parcours von 20 Tafeln mit über 100 zeithistorischen Fotos und Dokumenten. darunter auch der berühmte Schabowski-Zettel, der am 9. November den Mauerfall auslöste.

Handys ausdrücklich erwünscht! Die QR-Codes, die zu 18 Videointerviews mit Akteurinnen und Akteuren der Friedlichen Revolution verlinken, fanden bei den Schülern besonderen Anklang.

Das galt auch für die Ausführungen von Herrn Krauser. Er erzählte authentisch und sehr anschaulich aus dem Alltag im SED-Staat. Über ein Wochenende „Schlangestehen“ für Farbfernseher, über seine Verhaftung wegen Singen der „falschen“ Nationalhymne (West) und über die Schikanen im Gefängnis und am Arbeitsplatz. Gorbatschow ist sein Held, „dem haben wir alles zu verdanken“. Was ist sein Resüee nach 30 Jahre Wende? Man solle endlich aufhören, die Deutschen in „Ossis“ und Wessis“ einzuteilen. Sachsen und Bayern, Thüringer und Hamburger - das gefällt ihm wesentlich besser.

Des Weiteren präsentierte eine Schülergruppe, die zwei Wochen zuvor Mödlareuth („Little Berlin“) besucht hatte, ihre Impressionen von der Fahrt. Zwei Filme, eine Fotowand und eine Fotostory dokumentierten die Geschichte der DDR sowie das Leben im geteilten Deutschland.

Monika Busch-Schuderer (für die Fachschaft Geschichte)