Eine (weltum-)spannende Reise in 14 Länder

Projektnachmittag der Klassen 6a GT und 6bGT

Als die Klassen hörten, dass wir im Rahmen des Projekttages am 06.02.2018  nur einen "Dokumentarfilm" anschauen würden, war die Vorfreude auf den Kinobesuch merklich gedämpft und nur durch die Hoffnung auf Popkorn und Cola aufrecht zu halten .

Entsprechend kulinarisch gut versorgt machten es sich die Schüler dann im Garbo Kino bequem und stellten sich auf langweilige  90 Minuten ein, denn es waren ja schließlich keine "Action" oder "Horror"- Szenen zu erwarten.

Was sie dann aber in dem Film "Nicht ohne uns" in sehr beeindruckenden Bildern zu sehen bekamen, fesselte sie von Minute zu Minute mehr:

Da lernten sie als ersten Enjo aus der Schweiz kennen, der sie mit auf seinen 6 km langen  Schulweg durch den Wald nahm und dabei erzählte, dass ihm Schule ei­gent­l­­ich keinen Spaß macht, er aber Bücher liebt und daher später einmal Biblio­thekar werden möchte. Danach begleiteten sie Ekhlas, ein 12 -jähriges Beduinen­mädchen, die täglich zusammen mit ihren Geschwistern bei 35 Grad  einen 1,5 Stunden langen Schulweg auf schma­lem Pfad und über gefährliche Abgründe zurückl­egen muss. Sie lebt in Jordanien am Rande der Wüste in einem Zelt zusam­men mit ihren Eltern und 12 Geschwistern. Aber auch Luniko aus Südafrika, der mit einer HIV -  Infektion ge­bo­ren wurde und in einem der ärmlichsten und gleichzeitig gefährlichs­ten Townships in Südafrika aufwächst, konnten sie auf seinem Weg in die Schule begleiten. Trotz al­lem Elend, die diese Bilder  widerspiegelten, hallte dann doch  kurzes Gelächter an dies­er Stel­le durch den Kinosaal, denn Luniko  zeigte einen coolen Michael Jackson "Moon­walk " .......

16 Kinder , 14 Länder , 5 Kontinente .... 90 Minuten , in denen die Schüler an der Lebenswirklichkeit gleichaltriger Jungen und Mädchen teilnehmen konnten und in eindrucksvoller Weise vermittelt bekamen, dass Kinder, egal wo sie aufwachsen  - in einem armen oder reichen Land, gesund oder behindert -  mit liebevollen Eltern oder als Waisen - ihr Leben bewältigen müssen und dass sie alle von den selben Ge­dan­ken , Sorgen und Hoffnungen bewegt werden .

Zurück in der Schule entwickelte sich dann auch eine sehr spannende Gesprächs­runde, in der klar wurde, wie tief dieser Dokumentarfilm tatsächlich die Kinder berührt hat­te. So beschäftigten sie die Schicksale der kleinen Alphonsine von der Elfen­bein­küste aber auch das ernste Gesicht von To aus Laos und dessen tiefgründige Gedan­ken an die­sem Tag sehr intensiv. In diesem Zusammenhang tauchten dann auch Fra­gen auf, warum in armen Ländern Familien so viele Kinder haben, wenn sie diese  nicht ernähren oder auf Schulen schicken können oder auch, ob es an der Elfen­bein­küs­te keine Krankenversicherung  gibt ...

Friederike Niemann-Frank