Herausforderung digitale Medien

Ein Leben ohne Smartphone - das kann sich in der heutigen Zeit wohl kaum ein Teenager mehr vorstellen. Das ständige Online-sein und Updaten ist mittlerweile ein fester Bestandteil im Lebens eines Heranwachsenden: Laut aktueller Studie von ARD und ZDF verbringen 14-29 Jährige im Durchschnitt  353 Minuten online, 79 Minuten mehr als im Vorjahr.

Bis zu welchem Punkt ist dieser Medienkonsument normal und ab wann wird er zu viel,  besorgniserregend oder sogar schädlich? Um als Schule für diese Frage Orientierung zu bieten, luden wir am 31.01.2019 Esther Christmann, eine Medienpädagogin der Jugendschutzstelle der Stadt Regensburg, zu einem gemeinsamen Elternabend ein.

Die Referentin bot uns dabei einen höchst interessanten Einblick in das Leben in digitalen Netzwerken, wie Snapchat, Instagram, What`s app, informierte über gefährliche Phänomene wie  Cybermobbing  und Sexting und gab eine Einschätzungshilfe in Bezug auf sinnvolle Spielregeln bei Computerspielen.

Besonders gewinnbringend waren dabei die vielen konkreten Ratschläge an Eltern bezüglich des Umgangs mit digitalen Medien. So machte die Referentin beispielsweise deutlich, dass im Umgang mit dem Smartphone Ruhezeiten eingehalten werden sollten, und so das Handy in der Nacht oder während des Erledigens von Hausaufgaben unbedingt aus geschaltet sein sollte. Auch riet sie zu medienfreien Familienzeiten. In Bezug auf das Spielen von PC Spielen zitierte sie zur Orientierung die Theorie von Vallerand (2003),  der zwischen einer harmonischen Leidenschaft (diese verpflichtet nicht und steht im Einklang mit anderen Lebensbereichen) und der obsessiven Leidenschaft unterscheidet (die aus erlebten sozialen, familiären oder persönlichen Defiziten entsteht und alle anderen Lebensbereiche kontrolliert).

Abschließend fasste die Referentin zusammen, dass sich Medienkompetenz aus Medienkritik, Medienkunde, Medienumgang und Mediengestaltung zusammensetzt. Sie appellierte an die Eltern, im ständigen Austausch mit ihren Kindern zu bleiben, um Einblicke zu gewinnen, Interesse und Wertschätzung zu vermitteln und so auch Internetphänomene gemeinsam kritisch betrachten zu können. Hierzu stellte sie folgende Adressen vor:

Dieser Abend war sowohl für Eltern als auch Lehrkräfte sehr gewinnbringend und konnte durch die interessanten und spannenden Einblicke zu mehr Verständnis und Orientierung in Bezug auf die digitale Welt unserer Jugendlichen beitragen.  

Katharina Bundscherer