20 Jahre Partnerschaft mit Ungarn – ein Grund zum Feiern

Festakt anlässlich der Überreichung der Europaehrenurkunde am 17.10.2017

Die Europahymne in gesungener Form, der letzte Satz aus Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie, dargeboten vom Oberstufenchor und vom Orchester unter der Leitung von Frau Klauk-Zwank stellte die musikalische Einleitung für die Feier zur 20jährigen Partnerschaft mit dem ungarischen Batthyáný Kázmér Gimnázium dar.

Herr Joachim Menze, Leiter der Münchner Generalvertretung der Europäischen Kommission, war extra angereist, um seine Grußworte persönlich an uns zu richten und um unseren beiden Schulen die Europaehrenurkunde zu überreichen. Auch die Stadt Regensburg, vertreten durch Frau Kerstin Radler, richtete ein Grußwort an uns und würdigte damit unsere schulische Tätigkeit im Sinne der europäischen Völkerverständigung.

Den weitesten Weg auf sich genommen hatte Frau Eva Kissné Hegedüs, Schulleiterin des Batthyáný Kázmér Gimnázium, und wir freuten uns besonders, da sie zum ersten Mal nach Regensburg kam. Sie wurde begleitet von Frau Dr. Brigitte Terbe, die von Anfang an den Austausch unserer beiden Schulen betreute und unterstützte.

 



Es war ein Tag des Rückblicks auf die erste Ungarnreise einer Pindl-Schülergruppe im Jahre 1997. Der erste Gegenbesuch fiel auf den Juli 1998. Seit diesem Startpunkt brachen zahlreiche Schülergenerationen auf, um jeweils die Kultur, die Sprache und die Sehenswürdigkeiten des Partnerlandes zu erforschen, indem man in einer Gastfamilie aufgenommen wurde und dort auch zur Schule ging. Für unsere Regensburger Schüler bedeutete dies unter anderem die Möglichkeit, die ungarische Hauptstadt Budapest mit den berühmten Sehenswürdigkeiten wie etwa der Fischerbastei, der Oper und den Donaubrücken zu erkunden. Als Kontrastprogramm fuhren sie in der Puszta mit einem Planwagen und trafen auf urige Wollschweine und Zackelschafe.

Umgekehrt konnten wir unseren ungarischen Partnerschülern, abgesehen von der historisch reichen Stadt Regensburg, auch den Pfad der optischen Täuschungen in der Further Erlebniswelt Flederwisch näherbringen oder sie mit den Juralandschaften im Altmühltal vertraut machen.

In der Begegnung mit Gleichaltrigen aus anderen Kulturkreisen erweitern sich Werte und Einstellungen und falls Vorurteile vorhanden waren, hatten die sich gewiss längst abgebaut. Begegnungen dieser Art zwischen Schülerinnen und Schülern zweier europäischer Länder sind nach Meinung der beiden Schulleitungen längst nicht überflüssig geworden. Im Gegenteil! Gerade jetzt müssen Offenheit und das Gemeinsame die Grundsätze unseres gemeinsamen Blicks auf Europa bestimmen – da waren sich alle Anwesenden einig.

Neben den festlichen Worten, vor allem auch dem Dank an alle am Austauschprogramm beteiligten Lehrkräfte, wurde der Festakt mit Schülerbeiträgen bereichert. Die ungarischen Jugendlichen trugen Gedichte und Lieder in ihrer Heimatsprache vor.

Der Blick in die Zukunft verspricht eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit dem Batthyáný Kázmér Gimnázium zum Wohle der Schülerinnen und Schüler beider Schulen. 

 

G. Pernul, Stellvertretende Schulleiterin