"Little Berlin" in Bayern

Jeweils die zwei Klassenbesten der 5.- 9. Jahrgangsstufe sowie die Schüler aus der Q12 durften am 16.10.2019 als Belohnung für ihre herausragenden schulischen Leistungen an einer Exkursion nach Mödlareuth teilnehmen. Mödlareuth wurde als Ziel des Ausflugs anlässlich des diesjährigen 30. Jahrestages des Mauerfalls ausgewählt.

Nach Ende des 2.Weltkriegs 1945 wurde Deutschland in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Das kleine Dorf Mödlareuth mit knapp 50 Einwohnern liegt auf der bayrisch-thüringischen Grenze und befand sich somit auf sowjetischem und amerikanischem Hoheitsgebiet. 1949 nach Gründung der zwei deutschen Staaten DDR und BRD verschlechterte sich die Beziehung der beiden Staaten zunehmend aufgrund der unterschiedlichen Staatsführung. Um zu verhindern, dass immer mehr Menschen aus der DDR in die BRD flohen, wurde 1952 ein Polizeigesetz verhängt. Von nun an war auch Mödlareuth wegen seiner Lage geteilt. Heutzutage nennt man Mödlareuth deswegen auch „Little Berlin“.

Frau Manzke und Herr Böschl besichtigten mit den insgesamt 45 Schülern zuerst die Ausstellung des Deutsch-Deutschen Museums Mödlareuth. Daraufhin hielt Frau Burger einen Vortrag über den Alltag der Mödlareuther, der durch die Trennung geprägt war. So war es den Mödlareuthern auf östlicher Seite weder gestattet nahe an die Mauer zu gehen, noch sie anzuschauen oder den Menschen im Westen zuzuwinken. Die Bewohner des kleinen Dorfes lebten somit von 1963-1989 geteilt und abgeschottet von einander in völlig verschiedenen Welten.

Zur Veranschaulichung zeigte sie uns historisches Videomaterial und führte uns anschließend durch die Außenanlagen des Museums. Diese zeigen ein realistisches Bild der Grenzanlagen der DDR und beinhalten Teile der erhaltenen Mauer.

Die Fahrt gab uns allen einen guten Eindruck vom Leben zu Zeiten des Kalten Kriegs, sowohl aus der Perspektive der westlichen Bevölkerung als auch aus der Perspektive der Bevölkerung östlich des Eisernen Vorhangs.

 Marie und Hannah (Q12)