Man sieht nur mit dem Herzen gut ...

... das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar

Die blinde Autorin und Bloggerin Franziska Sgoff hielt heute, am 13.02.2020, eine Lesung für die Schülerinnen und Schüler des Privat-Internats Pindl und des Privat-Gymnasiums Pindl.

Wie magische Zauberhände ließ Franziska Sgoff ihre Hände beim Vorlesen aus ihrem Erstlingswerk „Wozu braucht man Jungs?“ über das Papier gleiten und zog so die Schülerinnen und Schüler sofort in ihren Bann. Wie geht das?!, fragten sich die Kinder und Jugendlichen erstaunt. Diese und weitere Fragen beantwortete Frau Franziska Sgoff an diesem Nachmittag persönlich und mit großer Offenheit.

 

Der Internatsleiter Herr Thomas Walther, der diese Begegnung initiierte, führte nach seiner Begrüßung durch die insgesamt zwei Fragerunden. Eingerahmt waren diese von zwei Leseproben aus dem Roman, in denen die Schülerinnen und Schüler die 14-jährige Hauptfigur Sabrina und deren blinde Freundin Susanne kennenlernten. Die Jungautorin arbeitete seit ihrem zwölften Lebensjahr an diesem Werk und ließ dabei einige autobiographische Erlebnisse miteinfließen. Herausgekommen ist eine Geschichte über Freundschaft, Mut, schulische Inklusion und natürlich die erste Liebe.

Wie geht das alles? Schreiben, E-Mails lesen, Zug fahren? Franziska Sgoff beantwortete jede Frage geduldig und es gab auch eine Antwort auf alle Fragen: „Man setzt sich selbst die meisten Grenzen.“ Egal ob blind oder sehend, man darf auf seine eigenen Fähigkeiten vertrauen. Das ist die positive Botschaft, die die Autorin an die rund 80 Schülerinnen und Schüler weitergab.

Das zu Beginn genannte Zitat aus „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry kann man nicht nur als Franziska Sgoffs Lebensmotto, sondern auch als Aufforderung für ein vorurteilfreies Miteinander verstehen!

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Frau Franziska Sgoff für ihren inspirierenden Besuch und wünschen ihr ganz viel Spaß bei ihrer Buchvorstellung auf der Leipziger Buchmesse 2020!

 

Sonja Meyer, Deutschlehrkraft GT 5b