Menschenrechte im Geographieunterricht

Der Lehrplan im Fach Geographie ist in der achten Jahrgangsstufe breit gefächert: Relief, Vegetation und Klima, aber Bevölkerung, Religion, Traditionen, Geschichte und Entwicklung der Kontinente Afrika und Südamerika stehen im Lehrplan!

Bei der Fülle an Themen versteht es sich fast von selbst, dass sogar so wichtige Themen wie Menschenrechte nicht so umfassend, wie man es sich wünschen würde, besprochen und diskutiert werden können, obwohl genau das die Schülerinnen und Schüler am meisten bewegt. Umso erfreulicher war damit das Angebot der Hochschulgruppe Regensburg der Organisation Amnesty International, diesbezüglich mit unserer Schule zusammenzuarbeiten.

 

 

 

 

 

Amnesty International1961 gegründet, setzt sich die Organisation für die Durchsetzung aller in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte formulierten Rechte ein. Besonders engagiert sich Amnesty gegen Folter, Todesstrafe, politischen Mord, grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung und Strafe und für die Aufklärung von Menschenrechtsverletzungen und die Bestrafung der Täter. Die StudentInnen erklärten aber auch, dass die Freilassung gewaltloser politischer Gefangener, die aufgrund ihrer Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Religion oder Überzeugung inhaftiert sind, und der Schutz von MigrantInnen, Flüchtlingen und Asylsuchenden ebenso von Bedeutung sind wie der Schutz der Menschenrechte in bewaffneten Konflikten und eine wirksame Kontrolle des Waffenhandels. Eine Woche lang führten die StudentInnen die achten Klassen in die verschiedenen Konflikte ein und erklärten den Inhalt und die Bedeutung der Menschenrechte. Dabei beruft sich die Organisation auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die UN-Antifolterkonvention von 1984, die Standards gegen Folter und die Genfer Flüchtlingskonvention.

In Gruppen wurde dann an konkreten Beispielen verdeutlicht, welche Verstöße gegen dieses Internationale Recht in vielen politischen Systemen dieser Erde möglich sind und wie sich die Organisation sich für diese Menschen einsetzt und all den unter Folter, Bedrohung und Gewalt Verstummten somit eine Stimme verleiht. Im Unterricht thematisiert und anschließend durch die Schüler präsentiert wurden verschiedene Fälle zu Kindersoldaten, Verletzung der Rechte von Frauen und Kindern und Albinismus, aber auch die Einschränkung der Meinungsfreiheit. Durch viele Fragen und klare Statements in den Präsentationen zeigten die SchülerInnen ihr Interesse, aber auch den Handlungsbedarf zur Einhaltung der Menschenrechte auf der ganzen Welt.

S. Krippner