Spendenaktion Jakob-Muth 2018

„Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ein Fortschritt, zusammenarbeiten ein Erfolg“ Henry Ford

Seit dem Jahr 2012 findet jährlich an unserer Schule, dem Pindl-Gymnasium, die 1€ - Spendenaktion statt. Doch was genau ist das und was erreichen wir mit nur 1€ von jedem Schüler?

Bei dieser Aktion spendet jeder Schüler einen Mindestbetrag von 1€, was zunächst nach nicht viel klingt, dennoch ist dieses Jahr zusammen mit weiteren Aktionen im vergangenem Schuljahr, die stolze Summe von 1800€ zusammengekommen. Und um die wiederkehrende Tradition fortzusetzten, besuchten auch dieses Jahr drei Tutoren und die Religionslehrerin Fr. Baumer das sonderpädagogische Förderzentrum an der Harzstraße 25 am Sallerner Berg. Die Rektorin der Jakob-Muth-Schule, Frau Dr. Sabine Kellner-Mayrhofer, empfing uns auch dieses Jahr und zeigte uns ihre Schule. Sie erklärte uns die speziellen Förderungsweisen und das moderne Schulbildungssystem, dass erfolgreich an ihrer Schule angewandt wird, und bei der jeder Schüler, je nach seiner Behinderung, individuell gefördert und maximal unterstützt wird. Nach der Schulführung und auch dem persönlichen Gespräch mit der Schulleiterin wurden wir dazu eingeladen die Klassen während der Unterrichtszeit zu besuchen. Mit Freude mussten wir feststellen, dass die Erst- bis Viertklässler nicht nur mit Spaß den Unterricht verfolgen, sondern sich auch leise und höflich verhalten.

Die moderne Medienausstattung der Schule und auch die vielen Lehrer helfen den Kindern dabei ihr volles Potenzial auszuschöpfen und besser mit ihrer Behinderung klarzukommen. Gegen Ende unserer Rundführung wurde uns erklärt, was genau die Jakob-Muth-Schule mit unseren bisherigen Spendenaktionen erreicht hat, denn wie wir schockiertfeststellen mussten, sind viele Schüler/Schülerinnen des Förderzentrums nicht dazu in der Lage morgens zu frühstücken oder sich neue Klamotten zu leisten, da die alten schon zu klein oder zu abgenutzt sind. Die Schule bemüht sich den Kindern eine normale Kindheit zu schenken, denn auch wenn die Eltern nicht viel Geld haben oder das Leben der Minderjährigen durch ihre Behinderung eingeschränkt wird, ermöglichen unsere Spenden den Kinder Ausflüge zu machen oder ihnen neue Anziehsachen zu schenken. Frau Dr. Kellner-Mayrhofer erzählte uns aufgeregt, dass die diesjährige Spendenaktion dazu benutzt wird, um mit den Kindern ein umgeschriebenes und neuinterpretiertes Theaterstück mit von ihnen engagierten Schauspielern aufzuführen. Das Theaterstück wird im Juli im Andreasstadel aufgeführt. Wir würden uns freuen, wenn Sie sich die Zeit nehmen würden das Resultat der Zusammenarbeit selbst mitzuerleben. Denn viele kleine Leute, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, verändern das Licht der Welt.

Thea Bauer 9c