Wo lebten die Regensburger Juden im Mittelalter?

Auf den Spuren der Regensburger Juden wandelten die Schülerinnen und Schüler der Q11 (1g3) am Mittwoch, den 4. Oktober 2017. Dazu besuchten sie das document Neupfarrplatz. Seit 1998 kann man hier unter der Neupfarrkirche die Originalmauern eines jüdischen Stadthauses besichtigen und sich durch einen Teil der Kellerräume fast bis in die Mitte des Platzes fortbewegen. Das Highlight der Ausstellung bot der bei Ausgrabungen 1996 entdeckte Goldschatz, bestehend aus 624 Goldmünzen und einem Siegelring der jüdischen Gemeinde aus dem 14. Jahrhundert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Juden in RegensburgDie Führung durch die Fremdenführerin Frau Maria Wackerbauer dauerte insgesamt eine gute Stunde und enthielt neben allen wissenswerten Informationen zur jüdischen Gemeinde der Stadt Regensburg auch eine multimediale Präsentation über die einzigartige Geschichte des Neupfarrplatzes. Im Anschluss an die Besichtigung der Kellerräume erfuhren die Schülerinnen und Schüler zusätzlich Wissenswertes zum Misrach-Denkmal des israelischen Künstlers Dani Karavan, das seit 2005 den Grundriss, der um 1519 zerstörten mittelalterlichen Synagoge, darstellt. Die Exkursion bot sich an, da sich die Schülerinnen und Schüler aktuell im Unterricht mit den Kennzeichen der mittelalterlichen Ständegesellschaft und dem damaligen Status von Minderheiten (insbesondere des Judentums) befassen.

StRin i.P. Fabia Krusenotto